Jahresprogramm

Studienfahrten des Eschweiler Geschichtsvereins 2016

Das Fahrtenprogramm des EGVs richtet sich ausschließlich an Mitglieder! Die angebotenen Studienfahrten erfolgen überwiegend als Busreisen. Daher ist die Teilnehmerzahl für gewöhnlich auf 47 Mitreisende beschränkt. Bei Interesse achten Sie bitte auf eine frühzeitige, verbindliche Anmeldung. Die Teilnahme an Reisen mit dem EGV und an gewissen Tagesveranstaltungen des EGVs sind kostenwirksam! Bei den Mehrtagesreisen besteht die Möglichkeit, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.

Änderungen vorbehalten.

März

Samstag, 4. März 2017

Tagesfahrt zum Duisburger-Hafen:
Zwei Handelsunternehmen im Duisburger Hafen und ihre erstaunliche Entwicklung: Haniel und Küppersmühle

»In Duisburg siedelten bereits die Römer und im frühen Mittelalter die Franken. Als Königspfalz war der Ort ein wichtiger Handelsplatz am Niederrhein, der später der Hanse angehörte und nach Köln die früheste Universität des Rheinlandes besaß. Einer seiner bedeutendsten Gelehrten im 16. Jh. war Gerhard Mercator. Mit seiner Herausgabe des 1. Atlasses überhaupt wurde er als Kartograph und Globenbauer weltbekannt. 1818 verlor Duisburg durch die Preußen seine Universität an Bonn; inzwischen ist sie aber als Gesamtuniversität Duisburg-Essen wiedererstanden. Im Zuge der Frühindustrialisierung erfuhr die Rhein-Ruhrmetropole einen gewaltigen Aufstieg durch Gründung zahlreicher Fabrik- und Chemiewerke, Eisen- und Kupferhütten, Tabakwerke, Handelsunternehmen wie Haniel, Schiffsreedereien und vieles mehr. Von Duisburg ging der Impuls aus für ein ›Chemical Valley‹, das sich heute flussaufwärts über Krefeld, Dormagen, Köln bis nach Leverkusen erstreckt. Parallel zu dieser Achse gründeten sich dann große Getreidemühlen und Brotfabriken, was Duisburg den Titel ›Brotkorb des Ruhrgebiets‹ einbrachte. Wie Duisburg in den letzten Jahren sein rein industrieorientiertes Gesicht hin zu einer Kulturmetropole veränderte, dafür stehen exemplarisch die Küppersmühle und das Haniel-Museum, die beiden Ziele unserer Fahrt.
Nun zur Station 1 unseres Aufenthalts, der ›Küppersmühle‹ im Innenhafen:
Während zwanzig Jahren wandelte sich die Getreidemühle ›vom Korn zur Kunst‹. Aus einer Sammlung von Schlüsselwerken deutscher Nachkriegsmalerei, u.a. von Beuys bis Immendorf, von Anselm Kiefer bis Gerhard Richter, lernen wir mittels einer kunsthistorischen Führung eine kleine Auswahl bedeutender Werke kennen. Im ebenfalls großzügigen Ambiente des Museumsrestaurants, mit Blick auf Ruhr und Binnenhafenanlagen, halten wir unsere Mittagsrast, wo der ambitionierte Küchenchef uns eigens vier Gerichte außerhalb der Speisekarte kreiert, unter denen wir vorab unsere Wahl treffen können.
Um 14:15 Uhr geht es dann weiter nach Duisburg-Ruhrort zur Station 2:
Als Extra-Bonbon gelang es uns, eine 2-stündige Sonderführung durch das Museum der Haniels zu bekommen, einer Duisburger Unternehmerfamilie, die seit 260 Jahren vor Ort existiert und die Industrie- und Handelsgeschichte des Ruhrgebiets wie niemand anders verkörpert, ehe wir gegen 17:15 Uhr die Nachhausefahrt antreten.«
Wolfgang Schmidt

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
9:15 Uhr
Rückkehr
gegen 20:00 Uhr
Kosten
31 EUR/Person inkl. Komfortbus, Eintritte, Führungen
Leitung
Wolfgang Schmidt
Führung
örtliche Führer

Geldüberweisung erbeten auf Konto des EGV:
Raiffeisen-Bank Eschweiler, IBAN DE41 3936 2254 2503 0290 17, Kennwort: Duisburg.
Bei Anmeldung Essensauswahl unter vier Tellergerichten zu 15,50 € möglich, Getränke extra.

Anmeldung: bis 10. Februar 2017 unter 0 24 03 / 2 23 93

April

Samstag, 8. April 2017

Halbtagesfahrt nach Siersdorf:
Besichtigung der ehemaligen Deutschordens-Kommende Siersdorf

Nachdem Graf Wilhelm III. von Jülich während des 5. Kreuzzugs Siersdorf dem Deutschen Orden im Jahr 1219 per Schenkung übertragen hatte, ist im Jahr 1267 der erste Komtur nachweisbar. Damit begann eine nahezu 600-jährige Anwesenheit des Deutschen Ordens in Siersdorf.
Siersdorf gehörte der Ballei (Ordensprovinz) Aldenbiesen an, die sich über Gebiete im Bereich des heutigen deutschen, niederländischen und belgischen Grenzlands erstreckte. In diesem Gebiet existierte eine Reihe von Niederlassungen des Deutschen Ordens. Neben dem – heute in Belgien liegenden – Hauptort der Ballei war Siersdorf zweiter Sitz des Provinzkapitels. Zeitweise erfolgte die gesamte Verwaltung der Ballei von Siersdorf aus. Um das Jahr 1578 wurde die jetzt noch bestehende einflügelige Renaissanceanlage mit vier Ecktürmen errichtet. Das Herrenhaus ist Teil eines Ensembles aus Wirtschaftshof, zwei Pachthöfen und Kirche – letztere mit einer bedeutenden spätgotischen Ausstattung. Nach starken Zerstörungen am Ausgang des Zweiten Weltkriegs und fortschreitendem Verfall seit den 1960er-Jahren begannen in der Trägerschaft eines örtlichen Fördervereins im Jahr 2012 umfangreiche Sicherungsarbeiten.
Die Führung wird tiefe Einblicke in die Geschichte der Anlage und ihre gegenwärtige Situation geben. Neben dem Herrenhaus steht die Kirche St. Johannes der Täufer auf dem Programm.
Im Anschluss Kaffeepause in der Gaststätte Thoma.

Treffpunkt
Schwimmhalle Jahnstraße
Abfahrt
14 Uhr (in priv. Pkws)
Rückkehr
gegen 18 Uhr
Kosten
5 EUR für die Führung (wird vor Ort eingesammelt)
Leitung
Gabriele Müller
Führung
Guido von Büren
Anmeldung: ab sofort bei Gabriele Müller, Tel.: 0 24 03 / 3 65 78, jeweils ab 14:00 Uhr

Samstag, 29. April – Montag, 01. Mai 2017

Dreitagefahrt nach Wittenberg, Erfurt und Wartburg:
Auf Luthers Spuren – Außer Thesen nichts gewesen?

»Reiseprogramm:
1.Tag: Wittenberg, die Stadt, in der Luther 35 Jahre lebte und als Universitätsprofessor tätig war, Ort des Thesenanschlags 1517 und seiner Familiengründung mit Katharina Bora 1525. Dort Führung in zwei Gruppen durch das neue Yadegar-Asisi-Panorama mit 360°-Riesenrundbild (Titel: LUTHER 1517) und eine Stadtführung mit Innenbesichtigung der Stadtkirche (Luthers Predigerkirche) mit Reformationsaltar von Lucas Cranach d.Ä., Universität und Schlosskirche. | Unterwegs: Lunch + Getränke (Catering); Gebäck und Kaffee danach; warmes Abendessen, 3-Gang-Menü oder Buffet im Fürst Leopold Hotel.
2. Tag: Erfurt, hier studierte Luther ab 1501 die Sieben Freien Künste, anschließend Jura bis 1506, dann trat er ins ehemalige Augustiner-Eremiten Kloster ein. 1507 wurde er im Dom zu Erfurt zum Priester geweiht. Bis 1508 studierte er Theologie in Wittenberg, wo er 1509 promovierte und im gleichen Jahr eine Professur antrat. Kurze Zeit später kehrte er nach Erfurt zurück und lehrte dort. 1510 machte er den Magister in Theologie. Dort Führung am Spätvormittag durch Klosterkirche und Bibliothek mit Archivar Dr. Lutscheid im Augustiner-Eremiten Kloster und Stadtführung am Nachmittag mit dem Ziel des Erfurter Doms neben der Severikirche auf dem Domberg. | Mittagessen (Menü); Abendessen (Buffet) im Goldenen Schwan
3. Tag: Eisenach, mit Besuch der Wartburg mit Shuttle-Service (hin u. zurück) ab Wartburg-Schleife sowie Führung durch Wehrgang, Vogtei und Palas. Dann Einkehr zum Mittagessen im Haus Hainstein im schönen Jugendstil-Villen-Viertel von Eisenach unter dem Anblick der nahen Wartburg auf unsere Ferkel-, Fisch- oder Geflügelteller. | Mittagsmenü im Hotel Haus Hainstein (mit wunderschönem Blick auf die naheliegende Wartburg)«
Wolfgang Schmidt

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
Samstag, 29. April, 6 Uhr
Rückkehr
Montag, 1. Mai, gegen 20 Uhr
Kosten
355 EUR/Person bei Übernachtung im DZ, 57 EUR Aufschlag für EZ, inkl. Führungen, Eintrittsgelder, Beförderung mit Shuttleservice vor Ort (Wartburg) sowie Essen.
Ihre Essensauswahl können Sie bei der Anmeldung unter verschiedenen Vorschlägen wählen. Alle Getränke bezahlen Sie selbst vor Ort.
Führung
örtliche Führer
Leitung
Wolfgang Schmidt

Zur Einstimmung auf die geschichtlichen Zusammenhänge ist bei mir zuhause eine kleine Geschichtsstunde mit Armin Meissner nebst Getränken und lutherischen Knabbereien vorgesehen. Dieser Termin wird noch bekanntgegeben.

Anmeldung ab sofort bis 31. Januar 2017, täglich 18:00 bis 21:00 Uhr (wenn AB, bitte nur Tel.-Nr. für Rückruf angeben) Tel.: 0 24 03 / 2 23 93; wolfgang.nothberg@t-online.de

Mai

Samstag, 27. Mai 2017

Halbtagesfahrt nach Alsdorf:
Energeticon

Die Veranstaltungsreihe »Einst und jetzt« beschäftigt sich mit dem Wandel in den Regionen des Ruhrgebietes und des Rheinlands anhand der Themenschwerpunkte Arbeitswelt, Wohnen und Energie. Dabei sollen die Entwicklungen vom Mittelalter über die Industrialisierung bis in die Gegenwart nachgezeichnet werden. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe erleben Sie durch die Besichtigung der Barbara-Kapelle in Alsdorf und einer Führung eines ehemaligen Bergmanns in der Grube Anna II ganz persönliche und authentische Einblicke in das Arbeitsleben des Steinkohlebergbaus. Bei der Besichtigung des Energeticons lernen Sie die Solarenergie und Sonnenkollektoren kennen.

Treffpunkt
Energeticon, Alsdorf, Konrad-Adenauer-Allee 7
Beginn
9:45 Uhr
Ende
gegen 14 Uhr
Kosten
18 EUR
Führung
örtliche Führer
Leitung
Kurt Manthey
Eine Veranstaltung der VHS, Kurs-Nr. 31009, online: www.vhs-eschweiler.de. Unter Tagesfahrten telefonisch: 024 03 / 70 270 oder persönlich in der Volkshochschule, Kaiserstraße 4a, zu den Öffnungszeiten.

Juni

Samstag, 10. Juni 2017

Tagesfahrt nach Ahrweiler:
Abseits von Pseudoromantik; Ahrweiler in Römerzeit und Mittelalter

Das Ahrtal ist den meisten wohlbekannt als Schauplatz weinfröhlicher Festivitäten. Auch die echten Weinfreunde und Wanderer wissen die Region zu schätzen. Die archäologischen, historischen und kunsthistorischen Schätze des Ahrtales geraten dagegen allzu leicht in den Hintergrund. Ein Grund für uns, dieses Bild mit einer Tagesfahrt nach Ahrweiler und Sinzig zu korrigieren.
Die Römervilla von Ahrweiler – ein kleines Pompeji an der Ahr
Beim Ausbau einer Bundesstraße am Ortsrand von Ahrweiler stieß man 1980 auf bedeutende Reste einer Römervilla. Bei den nun folgenden Ausgrabungen stellten die Archäologen fest, dass hier schon im 1. Jh. v. Chr. ein römisches Wohnhaus gestanden hatte, welches im 2. Jh. zu einem repräsentativen Landsitz umgebaut wurde. Die Anlage verfügte über allen in der Antike verfügbaren Wohnkomfort: ideale Lage (Hanglage nach Süden mit schöner Aussicht), Bad, Fußbodenheizung, Wand- und Deckenmalereien, etc. Nach einer Zerstörung um 260 n. Chr. erfolgten Wiederaufbau und Umnutzung: aus der Villa wurde ein Rasthaus an einer viel befahrenen Straße. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches nutzten die Franken die Stelle als Begräbnisplatz. Ein späterer Steinrutsch bedeckte die gut erhaltenen Relikte, die nach ihrer Ausgrabung mit einer Halle überbaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Ahrweiler
Ahrweiler ist hervorgegangen aus einem Herrenhof der Abtei Prüm und wurde als solcher im Jahr 893 erstmals erwähnt. Die weltliche Macht übten indessen als Vögte die Grafen von Are-Hochstaden aus. 1246 ging der Ort an den Erzbischof und Kurfürsten von Köln über, der ihm städtische Rechte verlieh. Ahrweiler wurde zusammen mit Bonn, Neuss und Andernach Mithauptstadt von Kurköln. Um diese Zeit begann man das aufblühende Städtchen mit einer Mauer zu umgeben, die fast vollständig erhalten ist und ein schönes Beispiel mittelalterlicher Wehrarchitektur im Rheinland darstellt. Gleichzeitig entstand die Pfarrkirche St. Laurentius. Als Hallenkirche mit eingebauten Emporen ist sie eine Seltenheit in der Region. 1903 traten bis daher übertünchte Fresken aus dem 14. Und 15. Jh. zu Tage. Die bedeutenden Malereien des Spätmittelalters wurden freigelegt und restauriert.
Sinzig
Sinzig entwickelte sich von einem fränkischen Königsgut zur Pfalz, als »Sentiaco Palatio« in einer Urkunde Pippins des Jüngeren 762 genannt. Viele Könige fuhren nach ihrer Wahl in Frankfurt am Main den Rhein per Schiff hinunter bis Sinzig von wo aus sie den Landweg nach Aachen zu ihrer Krönung nahmen, dies war die berühmte Aachen-Frankfurter Heerstraße. Friedrich Barbarossa weilte sogar öfter in Sinzig. Ab 1225 entstand als imposantes Schlusslicht ihrer Epoche die spätromanische Basilika St. Peter. In ihrem reich gegliederten Äußeren wurden noch einmal alle architektonischen Leistungen der vorangegangenen Jahrhunderte zusammengefasst. Sie glänzt besonders durch ihre aufwendige und meisterhafte Bauornamentik.

Abfahrt
8 Uhr ab Parkplatz Schwimmhalle Jahnstraße
Rückkehr
ca. 20 Uhr
Kosten
43 EUR für Busfahrt, Eintritt, Führungen und Mittagessen (ohne Getränke)
(Bezahlung als Überweisung auf das Konto des EGV)
Führung
Armin Meißner und örtliche Führer in Römervilla Ahrweiler
Leitung
Gabriele Müller
Anmeldung ab 10. April 2017 bei Gabriele Müller, Tel.: 02403 / 36578 (jeweils ab 14 Uhr)

Mittwoch, 21. Juni 2017

Halbtagesfahrt nach Niedermerz und Barmen:
St. Johann Baptist in Niedermerz und St. Martin in Barmen; Romanische Dorfkirchen im Jülicher Land

Pfarrkirche St. Johann Baptist in Niedermerz
Bereits im 12. Jahrhundert gab es eine kleine Kirche in Niedermerz. Von dieser ist noch der wuchtige romanische Turm erhalten. Das Langschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirchenfenster sind hervorragende Werke der Aachener Künstlerin Maria Katzgrau. Im Gegensatz zu Obermerz wurde Niedermerz vom Tagebau »Zukunft-West« verschont und konnte seine alte Dorfstruktur erhalten.
Pfarrkirche St. Martin in Barmen
Die kleine romanische Kirche in Barmen konnte über die Jahrhunderte ihre historische Ausstattung bewahren: Im Chor der Bitterleidenaltar, ein Antwerpener Flügelaltar, entstanden um 1500. Vor dem Chor wird das Kirchenschiff durch einen für das Rhein-Maas-Gebiet typischen Apostelbalken mit einer Kreuzigungsgruppe geteilt. Das 1545 datierte Werk ist das einzige seiner Art im Erzbistum Köln. Weitere sakrale Kunstschätze wird uns Dr. Dieter Dahmen bei der Führung zeigen.

Abfahrt
14 Uhr ab Parkplatz Schwimmhalle Jahnstraße
Rückkehr
ca. 18 Uhr
Kosten
5 EUR für die Führungen
Führung
Willibert Kieven und Dr. Dieter Dahmen
Leitung
Simon Küpper
Anmeldung bei Simon Küpper, Tel.: 02403 / 5 22 77 oder:   sikue@arcor.de

Juli

Mittwoch, 26. Juli 2017

Tagesfahrt nach Belgien:
Schloss Alden Biesen und die Reichsabtei Stavelot-Malmedy

Wie bei der Besichtigung der Deutschordenskommende Siersdorf erwähnt wurde, gehörte diese Komtur zur Ordensprovinz Alden Biesen in Belgien. Das Deutschordensschloss Alden Biesen bei Bilzen (B) liegt 15 km westlich von Maastricht. Der Graf von Loon stiftete mit seiner Schwester im Jahre 1220 dem Deutschen Orden eine kleine Wallfahrtskirche, die den Grundstein der späteren Ballei (Ordensprovinz des Deutschen Ordens) Alden Biesen bildete. 1227 wurde die kleine Ordensniederlassung Sitz der selbständigen Landkomturei (Kommende, Niederlassungen des Ritterordens) der Niederlande, einer der insgesamt zwölf Ordensprovinzen im Reich. Daraus entstand ab 1543 die heutige Wasserburg als Wohnsitz der Ordensritter und Sitz des Landkomturs im Stil der Maasland-Renaissance. Damian Hugo von Schönborn beaufragte 1716 den Wiener Hofarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt mit der Umgestaltung der Wasserburg zu einem großartigen Schloss. 1809, im Zeitalter von Napoleon, wurde der Orden aufgehoben und das Schloss mit den Ländereien verkauft. In der Folgezeit verfiel das Schloss allmählich, und bei einem verheerenden Brand 1971 wurde das Hauptgebäude fast völlig zerstört. Der belgische Staat erwarb dann den Komplex und restaurierte und rekonstruierte die Anlage gründlich. Seitdem dient Alden Biesen als vielbesuchtes und genutztes flämisches Kulturzentrum.
Nach dem Mittagessen besichtigen wir die ehemalige Benediktiner-Reichsabtei Stavelot (Deutsch: Stablo), später Fürstabtei in Belgien, Provinz und Bistum Lüttich, die zusammen mit Malmédy als männliche Doppelklöster Mitte des 7. Jh. gegründet wurden. Erster Abt war Remaclus. Im Laufe der Jahrhunderte konnte die Abtei ihre bedeutende Stellung und vor allem ihre Unabhängigkeit wahren bis 1795, als das Fürstentum an Frankreich fiel und im folgenden Jahr aufgehoben wurde. Die Mitte des 16. Jh. errichtete Abteikirche wurde bis auf geringe Reste abgerissen. Der heilige Remaclus (600 bis 673) war Mönch im berühmten Kloster Luxeuil (Vogesen) gewesen, dem Zentrum der irofränkischen Mönchsbewegung, und wurde Missionar in den Ardennen. Mitte des 11. Jh. steigerte sich die Verehrung von Remaclus, und seine Gebeine wurden erhoben und mussten in einen Schrein. Der angefertigte und bis heute erhaltene Schrein wurde in der gleichen Werkstatt wie der Aachener Marienschrein zwischen 1263 und 1268 hergestellt und gehört zu den großen Goldschmiedearbeiten des Rhein-Maas-Gebietes. In der eher unscheinbaren Pfarrkirche St. Sebastian in Stablo kann er besichtigt werden.
Ein Besuch in Malmédy sollte den Tag beschließen. Malmédy gehörte mit Eupen bis 1918 zu Deutschland.

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
8 Uhr
Rückkehr
ca. 19 Uhr
Kosten
voraussichtlich 20 EUR für Busfahrt und Führung
Führung
Pastor H.J. Bartels
Leitung
Dr. Berthold Drube
Anmeldung ab 1. Juli 2017 bei Dr. Berthold Drube, Tel.: 02403 / 2 63 21

August

Samstag, 12. August 2017

Tagesfahrt zur Kunsthalle nach Bonn:
Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste – Iran/Persien

»Nach Jahrzehnten der Abkapselung öffnet sich der Iran jetzt wieder, auch mit dieser Bonner Ausstellung, die verborgene Schätze der verschiedenen iranischen Kulturen vom 7. bis 1. Jahrtausend v.Chr. zeigt. In letzteres fällt der Aufstieg der Achämeniden. Als Kyros der Große um das Jahr 555 v.Chr. die Herrschaft der Meder beendet hatte, begann die Expansion des Perserreiches. Neben Kleinasien fielen weite Teile des Mittleren Ostens in wenigen Jahren an das Reich. Bei der Unterwerfung der Skythen fiel Kyros, sein Neffe Dareios wurde erst nach unzähligen Schlachten König. Sein Machtzentrum war Persepolis, die Palastanlage ist heute ruinenhaft noch vorhanden. Dort wurden auch zahlreiche mit der von Dareios eingeführten Keilschrift versehene Verwaltungstontafeln gefunden, die die Ausstellung bereichern. Erfahrbar wird bei den Führungen ein guter Überblick von Verwaltung, Wirtschaft, Arbeitsleben, sozialen Verhältnissen, Alltagsleben, sakraler und profaner Kunst, gestreift werden Zarathustra-Glaube und Staatsreligion.«
Wolfgang Schmidt

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
12:15 Uhr
Rückkehr
19:15 Uhr
Kosten
28 EUR für Busfahrt, Eintritt, Führungen in zwei Gruppen,
Überweisung auf EGV-Konto Raiffeisen-Bank, Kaffeepause ist in Bonn geplant
Leitung
Wolfgang Schmidt
Anmeldung bis 26. Juni 2017 bei Wolfgang Schmidt, Tel. 02403 / 2 23 93 (18 bis 21 Uhr)

September

Sonntag, 10. bis Freitag, 15. September 2017

Studienfahrt nach Niedersachsen:
Historische Perlen zwischen Weser und Lüneburger Heide,
von der Landeshauptstadt Hannover nach Celle, Lüneburg, Bremen und Worpswede, von Walsrode und der Mühlenstadt Gifhorn nach Tecklenburg

Programm:

1. Tag
Abfahrt um 7.30 Uhr in Eschweiler, Hallenbad Jahnstraße, Fahrt nach Hannover, Landeshauptstadt, Stadtrundfahrt mit Besuch der berühmten Herrenhäuser Gärten mit Führung, Weiterfahrt nach Walsrode zum Hotel »Forellenhof«, Zimmerverteilung und Abendessen.
2. Tag
Nach dem Frühstück fahren wir nach Hermannsburg, einem hübschen Ort mit dem Niedersachsenhaus aus dem 18. Jh., heute ein Museum mit Kulturgütern der Heide. Wir haben hier eine Stadtführung. Unser nächstes Ziel ist Lüneburg, eine bezaubernde Fachwerkstadt. Nach der Mittagspause beginnen wir einen Stadtrundgang und verfügen danach noch über Freizeit, bevor wir nach Walsrode zurückfahren.
3. Tag
Der steht ganz im Zeichen der alten Residenzstadt Celle. Der Ort entstand bereits im Mittelalter am Ufer der Aller und erhielt 1248 Stadtrechte. Bis 1705 war Celle Herzogsitz. Das ehemalige fürstliche Schloss ist bis heute Mittelpunkt der Stadt. Der Vormittag beginnt mit einer Stadtführung. Nach der Mittagspause erwartet uns eine Führung durch das Schloss. Vor der Rückfahrt zum Hotel haben wir noch Zeit, durch die Altstadt zu bummeln.
4. Tag
Wir fahren nach dem Frühstück in die alte Hansestadt Bremen. Wir erleben eine informative Führung durch die Altstadt. Nach der Mittagspause werden wir ab Bremen von einem ortskundigen Reiseführer begleitet in das Künstlerstädtchen Worpswede. Das kleine Dorf nördlich von Bremen wurde Ende des 19. Jh. bekannt, als eine Reihe von Malern sich hier niederließen, u.a. Mackensen, Modersohn und Overbeck. Ihre naturnahen Werke wurden durch die expressiven Bilder von Paula Modersohn-Becker übertroffen. Das Dorf ist wegen der künstlerischen Eigenart seiner Bauten weltbekannt.
5. Tag
Unser Ziel ist Gifhorn am südlichen Rand der Lüneburger Heide. Gifhorn hat eine schöne, kleine Altstadt, die wir durch eine Führung kennenlernen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt bekannt geworden durch ein weitläufiges Mühlen-Freilichtmuseum, den Glockenpalast und das große Denkmal zur deutschen Einheit. Nach diesem erlebnisreichen Tag fahren wir zurück zu unserem gastlichen Hotel in Walsrode.
6. Tag
Wir verlassen die Lüneburger Heide und fahren heimwärts. Einen Stopp legen wir noch in dem idyllischen Städtchen Tecklenburg ein, einem kleinen Bergort am Rand des Teutoburger Waldes. Im Tecklenburger Land gab es eine blühende Leinenweberei. Nach einer kurzen Führung mit Einkehr geht es heimwärts nach Eschweiler.

Leistungen:

Fahrt im modernen Reisebus, 5 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet, 5 Abendessen als Buffet, alle Führungen und Eintritte lt. Programm.
Hotel: Vier-Sterne-Ringhotel »Forellenhof« in Walsrode/Lüneburger Heide (Telefon: 015161 / 97 06, Hünzingen 3, 29664 Walsrode). Alle komfortabel eingerichteten Zimmer verfügen über Bad/Dusche/WC, Telefon, Sat-TV, W-LAN.

Treffpunkt
Parkplatz Hallenbad Jahnstraße
Abfahrt
Sonntag, 10. September um 7:30 Uhr
Rückkehr
Freitag, 15. September gegen 19:30 Uhr
Kosten
625 EUR je Person im DZ, 710 EUR im EZ
Leitung
Simon Küpper
Anmeldung ab Donnerstag, 6. April bis Mittwoch 12 April, ab 9.00 Uhr bei Simon Küpper, Tel: 02403 / 5 22 77 oder:  sikue@arcor.de

Samstag, 30. September 2017

Halbtagesfahrt zum Niederrhein:
Haus Bürgel, Worringen und Kloster Knechtsteden; Antike und Mittelalter am Niederrhein
Führung
Armin Meißner
Leitung
Gabriele Müller

Oktober

Samstag, 07. Oktober 2017

Halbtagesfahrt nach Hamich:
1944: die 1. US Infanterie zwischen Hamich und Laufenburg
Führung
Stefan Willms
Leitung
Franz-Josef Surges

Samstag, 14. Oktober 2017

Tagesfahrt zum Niederrhein:
Linn, Burg Linn und das Landschaftsmuseum
Führung
örtliche Führer
Leitung
Simon Küpper, Wolfgang Schaefer

November

Samstag, 18. November 2017

Tagesfahrt nach Wuppertal:
Da kommen die Eschweiler so richtig ins Schweben
Leitung
Wolfgang Schmidt
Tagesfahrt 4. März:
Innenhafen Duisburg mit Werhahnmühle und Museum Küppersmühle zur Blauen Stunde (Foto: Tuxyso, Lizenz)
Halbtagesfahrt, 8. April:
Ruine der Deutschordenskommende in Aldenhoven-Siersdorf von Osten (Foto: Wikimedia Commons, Lizenz)
Halbtagesfahrt, 8. April:
Die Deutschordenskommende in Aldenhoven-Siersdorf um 1700, Radierung von Romeyn de Hooghe (Digitalisat: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed)
Dreitagefahrt, 29. April bis 1. Mai:
Wartburg von der Brücke fotografiert (Foto: Lencer at de.wikipedia)
Tagesfahrt 27. Mai:
Baudenkmal Alsdorf, Turbinenzentrale Grube Anna, 2014 (Foto: Nobert Kirchhoff (Wikipedia), Lizenz)
Tagesfahrt 10. Juni:
Römervilla Ahrweiler
Tagesfahrt 10. Juni:
St. Laurentius in Ahrweiler
Tagesfahrt 10. Juni:
St. Peter in Sinzig
Halbtagesfahrt 21. Juli:
St. Johann Baptist in Niedermerz (Foto: Käthe und Bernd Limburg, Lizenz
Halbtagesfahrt 21. Juli:
St. Martinus in Jülich-Barmen (Foto: Bodoklecksel, Lizenz
Tagesfahrt 26. Juli:
Modell des Schlosses Alden Biesen
Tagesfahrt 26. Juli:
Ostflügel des Schlosses Alden Biesen
Tagesfahrt 26. Juli:
Medaillon mit Darstellung der OPERATIO vom ehemaligen Retabel des hl. Remaklus im Kloster Stavelot
Tagesfahrt 12. August:
Bundeskunsthalle, Ausstellung Iran: Zitadelle von Bam, Provinz Kerman/Südostiran, 2003 (Foto: Barbara Helwing, © Bundeskunsthalle)
Tagesfahrt 12. August:
Bundeskunsthalle, Ausstellung Iran: Dschubadschi, Grab der elamischen Prinzessinnen, 1. Hälfte 6 Jh. v. Chr. (Foto: David Ertl, 2017 © Bundeskunsthalle)
Tagesfahrt 12. August:
Bundeskunsthalle, Ausstellung Der Persische Garten. Die Erfindung des Paradieses, Museumsplatz 2017 (Foto: Sibylle Pietrek, © Bundeskunsthalle)
Tagesfahrt 12. August:
Bundeskunsthalle, Ausstellung Iran: Blick aus der Haji-Bahram-Höhle über das Tal von Bolaghi, Südiran (Foto: Barbara Helwing, 2005 © Bundeskunsthalle)
Tagesfahrt 12. August:
Bundeskunsthalle, Ausstellung Iran: Dschiroft, Chloritgefäße, 2800-2300 v. Chr. (Foto: David Ertl, 2017 © Bundeskunsthalle)
Studienfahrt 10. bis 15. September:
Blätterbrunnen in Hannover-Mitte, Karmarschstraße/Ständehausstraße (Foto: Gunther Falchner (Panoramio), Lizenz)
Studienfahrt 10. bis 15. September:
Eingang zum 4-Sterne-Hotel Forellenhof in Walsrode, der Unterkunft während der Studienfahrt (Foto: © Hotel Forellenhof Walsrode)
Studienfahrt 10. bis 15. September:
Celler Schloss (Foto: Hajotthu, Lizenz)
Studienfahrt 10. bis 15. September:
Kaffee Worpswede im November 2015 (Foto: Axel Hindemith, Lizenz)
Halbtagesfahrt 30. September:
Haus Bürgel bei Monheim (Foto: Steffen Schmitz, Lizenz)
Halbtagesfahrt 30. September:
Torhaus des Klosters Knechtsteden
Halbtagesfahrt nach Hamich, 7. Oktober:
Laufenburger Wald an der Laufenburg (Foto: Haro von Laufenberg, Lizenz)
Tagesfahrt zum Niederrhein, 14. Oktober:
Museumszentrum Burg Linn (Foto: Johannes Heribert Pohl (Flickr), Lizenz)
Tagesfahrt, 18. November:
Schwebebahn in Wuppertal
© 2015-2017 Eschweiler Geschichtsverein e.V.