Der Eschweiler Geschichtsverein – kurz »EGV« – vereinigt rund 1100 Mitglieder. Damit ist er nicht nur der größte Verein im Gebiet der Stadt Eschweiler, sondern auch ein bedeutender Kulturträger der Stadt und einer der größten Geschichtsvereine Deutschlands.
Innenhafen Duisburg mit Werhahnmühle und Museum Küppersmühle zur Blauen Stunde

Innenhafen Duisburg mit Werhahnmühle und Museum Küppersmühle zur Blauen Stunde (Foto: Tuxyso, Lizenz)

Samstag, 4. März 2017
Tagesfahrt:

Zwei Handelsunternehmen im Duisburger Hafen und ihre erstaunliche Entwicklung: Haniel und Küppersmühle

Busfahrt nach Duisburg, kunsthistorische Führung durch das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst (MKM) im Duisburger Innenhafen, Mittagessen im Museumsrestaurant, anschließend Sonderführung durch das Museum der Duisburger Unternehmerfamilie Haniel.

Leitung: Wolfgang Schmidt

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
9:15 Uhr
Tranchot-Karte Bl. 87 Eschweiler

Ausschnitt aus der Tranchot-Karte Bl. 87,
Eschweiler um 1800

Donnerstag, 16. März 2017

Jahreshauptversammlung des EGVs

Tagesordnung:
Berichte und Aussprache • Entlastung des Vorstands • Jubilarehrungen • Verschiedenes
Ort
Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1
Beginn
19 Uhr
im Anschluss an die Jahreshauptversammlung Vortrag:

Die erste Vermessung des Rheinlandes und die Geschichte der Tranchotkarte

Im Friedensvertrag von Lunéville (1801) wurde der Rhein als die neue Ostgrenze Frankreichs durch Preußen und Österreich anerkannt. Daraufhin erhielt Oberst Jean Joseph Tranchot von Napoleon den Auftrag, die annektierten linksrheinischen Gebiete zu vermessen und zu kartografieren. Die ersten Tranchotkarten wurden im Maßstab 1:10.000 bei einer Blattgröße von 50 x 200 cm gezeichnet. Die Karte deckte eine Fläche von 100 qkm ab. Ab 1804 wurden die Karten im Maßstab 1:20.000 bei einer Blattgröße von 50 x 100 cm und einem Flächeninhalt von 200 qkm angefertigt. Von 1801 bis 1806 befand sich das Büro für die Kartierung der vier linksrheinischen Departements in Aachen und danach bis 1813 in Trier. Zu diesem Zeitpunkt waren 167 Kartenblätter erstellt worden. Nach dem zweiten Friedensvertrag von Paris wurde das gesamte Kartenwerk an Preußen übergeben und Generalmajor Karl von Müfing mit der Fertigstellung beauftragt. 1828 waren die Arbeiten beendet und das Werk bestand nun aus 264 Kartenblättern. Im Jahre 1965 sind diese Karten durch das Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen im Maßstab 1:25.000 bei einer Blattgröße von 40 x 40 cm neu aufgelegt worden.

Referent: Dieter Spiertz

Ort
Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1
Beginn
im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des EGV
Eintritt frei.
Kommende in Siersdorf um 1700

Die Deutschordenskommende in Aldenhoven-Siersdorf um 1700, Radierung von Romeyn de Hooghe (Digitalisat: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed)

Samstag, 8. April 2017
Halbtagesfahrt nach Siersdorf:

Besichtigung der ehemaligen Deutschordens-Kommende Siersdorf

Der im heutigen belgisch-deutsch-niederländischen Grenzland ehemals begüterte Deutsche Orden ließ um das Jahr 1578 die jetzt noch bestehende einflügelige Renaissanceanlage mit vier Ecktürmen in Siersdorf errichten. Ein Zeugnis der nahezu 600-jährigen Anwesenheit des Deutschen Ordens in Siersdorf. Die Führung durch Guido von Büren wird tiefe Einblicke in die Geschichte der Anlage und ihre gegenwärtige Situation geben.
Neben dem Herrenhaus steht die Kirche St. Johannes der Täufer auf dem Programm. Im Anschluss Kaffeepause in der Gaststätte Thoma.
Treffpunkt
Schwimmhalle Jahnstraße
Abfahrt
in privaten Pkw, Samstag 8. April um 14 Uhr
Bronzemünze mit dem Porträt des I. Apostata (Foto: CNG)

Porträt des Iulianus Apostata,
zeitgenössische Bronzemünze, Antiochien
(Foto: Classical Numismatic Group, Inc. (CNG))

Donnerstag, 27. April 2017
Vortrag:

Julian Apostata – der letzte Heide auf dem Römischen Kaiserthron

Kaiser Julian, genannt Apostata (der Abtrünnige) regierte das Römische Reich von 361 - 363. Obschon er christlich erzogen worden war, kehrte er sich von seinem Glauben ab (daher sein Beiname) und wandte sich dem Heidentum zu, eine Entscheidung, mit der er sich in den Augen der Christen für immer diskreditiert hat. Julian war ein vielseitig begabter Mensch mit dem ernsthaften Willen dem Reich ein guter und gerechter Regent zu sein, neigte aber auch zur Selbstüberschätzung. Dies wurde ihm schließlich zum Verhängnis als er einen allzu riskanten Feldzug gegen das Persische Reich führte, er starb auf dem Schlachtfeld. Regionalgeschichtlich bedeutend ist er dadurch, dass er schon 356, also vor seiner Thronbesteigung, die andrängenden Germanen schlug und so die Position Roms an Rhein und Maas für ein halbes Jahrhundert festlegte.

Referent: Armin Meißner

Ort
Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisenplatz 1
Beginn
19:30 Uhr
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Eschweiler.
Eintritt frei.
Luther-Stube auf der Wartburg

Luther-Stube auf der Wartburg

Samstag, 29. April bis Montag, 1. Mai 2017
Dreitagefahrt nach Wittenberg, Erfurt und Wartburg:

Auf Luthers Spuren – Außer Thesen nichts gewesen?

Im Reformationsjahr Besuch der Wirkungsstätten Martin Luthers: Zahlreiche Führungen, u.a. durch das Yadegar-Asisi-Panorama in Wittenberg, durch Klosterkirche und Bibliothek des Augustiner-Eremiten-Klosters in Erfurt, und auf die Wartburg in Eisenach; hier hatte Luther inkognito als »Junker Jörg« auf Anraten Melanchthons das Neue Testament aus der Vulgata und der griechischen Bibel des Erasmus von Rotterdam ins Deutsche übersetzt und damit auch den Grundstein für das Frühneuhochdeutsch geschaffen.

Anmeldefrist: 31. Januar 2017

Treffpunkt
City-Haus, Peter-Paul-Straße 1
Abfahrt
Samstag, 29. April, 6 Uhr
Samstag, 13. Mai 2017
Führung:

Stadtführung durch Eschweiler

 

Leitung: Simon Küpper

Treffpunkt
 
Beginn
 
Verlauf der Via Belgica

Verlauf der Via Belgica von Köln (K) über Jülich (J), Heerlen (H), Maastricht (M), Tongeren (T), Liberchies (L), Bavay (B), Cambrai (C), Arras (A), Thérouanne (T) nach Boulogne-sur-Mer (B)

Donnerstag, 18. Mai 2017
Vortrag:

Die Via Belgica

Die Via Belgica war eine römische Heerstraße, die Köln mit Boulonge-sur-Mer verband. Die sonst gerade verlaufende Straße machte in Übach-Palenberg in Höhe Rimburg einen auffallend starken Knick. Hier wurde die Wurm überquert.
Ausgrabungen 1926 von Dr. O. E. Mayer, 1947 durch Dr. H. Brunsting und 1970 durch Dr. J. H. F. Bloemers beweisen die römische Besiedlung - ein Straßendorf mit Töpfern, Schmieden und Kesselmachern beidseitig der Wurm. Auch heute kann man im Acker noch gut den Verlauf der Straßen erkennen.

Der Referent Matthias Zavtrak ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. im Kreis Heinsberg und hat sich leidenschaftlich mit dem Thema beschäftigt.

Ort
Kulturzentrum Talbahnhof, Raiffeisenplatz 1
Beginn
19:30 Uhr
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Eschweiler.
Eintritt frei.
Samstag, 27. Mai 2017
Halbtagesfahrt:

Energeticon

 

Leitung: Kurt Manthey

Treffpunkt
 
Beginn
 
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