Presseinfo

Pressemitteilungen des Eschweiler Geschichtsvereins

Jan Hus und das Konstanzer Konzil

Vortrag im Kulturzentrum Talbahnhof in Zusammenarbeit mit der VHS
Donnerstag, 8. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Referent: Kurt Manthey

Die Stadt Konstanz nahm das 600. Jubiläum des Konzils im Jahr 2014 zum Anlass, dieses Weltereignis gebührend zu begehen. Bei dem Vortrag wird der tschechische Reformator Jan Hus in den Vordergrund gestellt, der als Ketzer dort seinen Feuertod fand. Der Vortrag befasst sich mit dem Leben und Wirken von Jan Hus, der Kirchenspaltung mit bis zu 3 Päpsten gleichzeitig sowie der zwielichtigen Gestalt des damaligen Königs Sigismund.
Die 3 hehren Ziele des Konzils (Beendigung des Schisma, die Reformation der Kirche und die Beendigung des Hussitentums) wurden mit Ausnahme der Beendigung des Schismas nicht erreicht.
In einem 18minütigen Film wird das Leben vor 600 Jahren dargestellt.

Eintritt frei.

Veranstaltungsreihe »Einst und jetzt – das Ruhrgebiet und das Rheinland«

Veranstaltungsreihe »Einst und jetzt, das Ruhrgebiet und das Rheinland vom Mittelalter über die Industrialisierung bis zur Gegenwart«, Teil 2:
Vortrag: Donnerstag, 17.11.2016, 19:30 Uhr Talbahnhof
Exkursion: Samstag, 03.12.2016 (Zeit u. Ort VHS-Programm)

Eine Veranstaltung der VHS Eschweiler in Zusammenarbeit mit dem Eschweiler Geschichtsverein (Anmeldung für die Exkursion bei der VHS), Referenten und Exkursionsleitung: Kurt Manthey, EGV

Die Inhalte von Vortrag und Exkursion sind deckungsgleich – der (eintrittsfreie) Vortrag am 17.11. soll auf die Exkursion vorbereiten.

Behandelte Themen und Besichtigungen in der Exkursion:

  • Eschweiler Ost:
    Die Bergarbeitersiedlung entstand 1926-1930 unter dem Namen "Kolonie Wetterschacht" für die Bergarbeiter der Grube Reserve des Eschweiler Bergwerksvereins, Bauherr war die "Aachener Bergmanns-Siedlungsgemeinschaft". Es entstanden rund 100 Einfamilienhäuser, die im letzten Jahrzehnt aufwändig saniert wurden. (Dr. Henkelmann)
  • Oberhausen-Eisenheim:
    Die Arbeitersiedlung wurde 1846 im Auftrag der Gutehoffnungshütte (GHH) für die dort tätigen Hüttenarbeiter errichtet. Aus anfangs 11 Wohnhäusern für 30 Familien entstand bis 1903 ein eigenständiger Ortsteil, der als erste deutsche Siedlung dieser Art in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt wurde. (Dr. Henkelmann)
  • GHH und Oberhausen Neue Mitte:
    Das Ruhrgebiet hat seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts einen enormen Wandel erlebt. Wo heute das CentrO steht, war früher die Schwerindustrie zu Hause. Die GHH, deren Wurzeln bis in das Jahr 1758 zurückreichen und zur Blütezeit in den 1970er Jahr nahezu 100.000 Beschäftigte hatte, ging 1986 im heutigen MAN-Konzern mit Sitz in München auf. Nach dem Abriss der Firmenanlage entstand in den 1990er Jahren das CentrO mit über 220 Geschäften, Gebäuden für Großveranstaltungen, einem Kino und anderen Freizeitaktivitäten auf einem Gelände von 830.000 m2. Einzig erhalten geblieben ist der Gasometer, der seit 1988 für wechselnde Ausstellungen benutzt wird. (Manthey)
  • Villa Hügel:
    Die Villa Hügel wurde 1869-1873 in Essen-Bredeney für Alfred Krupp und seine Familie von mehreren Baumeistern errichtet, wobei Krupp selbst als Architekt agierte. Realisiert wurde ein Prachtbau mit mehr als 250 Räumen in einem 28 Hektar großen Park. Die zunächst eher zurückhaltende, jedoch technisch sehr moderne Ausstattung des Hauses wurde von den Nachfahren Alfred Krupps aufgewertet. Sein Sohn Friedrich Alfred Krupp und seine Frau Margarethe ließen u.a. Tennisplätze, Reitanlagen und ein Gesellschaftshaus mit Kegelbahn anlegen. (Dr. Henkelmann)
  • Margarethenhöhe:
    Die Siedlung Margarethenhöhe in Essen wurde 1909 bis 1938 errichtet. Baumeister war Georg Metzendorf, der über 900 Gebäude mit mehr als 3.000 Wohneinheiten für mehrere tausend Einwohner errichtete. Die Siedlung ist benannt nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp, die nach dem Tod ihres Mannes Friedrich Alfred Krupp von 1902 bis 1906 die Geschicke von Haus und Firma Krupp bestimmte. Die Margarethenhöhe gilt als erste deutsche Gartenstadt und qualitativer Höhepunkt im Kruppschen Siedlungsbau. (Dr. Henkelmann)
  • Zeche Zollverein:
    Die Zeche war ein von 1851 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Gemeinsam mit der benachbarten Kokerei gehören die Schachtanlagen seit 2001 zum Welterbe der UNESCO. Die Zeche wurde von dem Industriellen Franz Haniel gegründet, damit in der Kokerei der erforderliche Koks für die Stahlerzeugung hergestellt werden konnte. Die Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer zeichnen verantwortlich für die architektonische und technische Meisterleistung. Nach der Stilllegung am 23. Dezember 1986 wurde die Anlage ein Industriedenkmal und befindet sich im Besitz des Landes NRW. Sie wird als Ruhr-Museum für verschiedene temporäre Ausstellungen benutzt. (Manthey)

Die Exkursion endet mit einem Besuch der Lichterstadt Essen (Weihnachtsmarkt).

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